Nora Gomringer "Am Meerschwein übt das Kind den Tod"
Roncalli-Literaturkreis: Vom Erzählen. Gespräche über Leseerfahrungen VII
Termin
Mo. 20.04.2026, 18:30 - 20:00
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Hinweis: Die Veranstaltung läuft bereits. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.
Beschreibung
Was heißt „erzählen“? Welche Erwartungshaltung wird mit der Ankündigung, eine Geschichte erzählen zu wollen, beim Gegenüber ausgelöst? Und umgekehrt gefragt: Was löst das Bedürfnis aus, anderen etwas erzählen zu wollen, ja vielleicht sogar: erzählen zu müssen? Wie wird erzählt? Welche Stilmittel kommen zum Einsatz?
Mit der Lektüre von Nora Gomringers Am Meerschwein übt das Kind den Tod wird der Roncalli-Literaturkreis unter der Leitung der Karlsruher Kulturschaffenden Monika Rihm fortgesetzt, der unter dem Titel „Vom Erzählen“ nun schon zum siebten Mal zu Gesprächen über ausgewählte Werke der zeitgenössischen Literatur einlädt. Die Erfahrungswelten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren persönlichen Lektüreerlebnisse stehen dabei im Zentrum. Literaturwissenschaftliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt; es geht um die Freude am Lesen und am offenen, neugierigen Umgang mit Texten.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahmevoraussetzung.
Die in erster Linie mit ihrer Lyrik, insbesondere frühen Spoken-Word- und Poetry-Slam-Arbeiten, bekannt gewordene, deutsch-schweizerische Autorin Nora Gomringer, Jahrgang 1980, setzt sich in ihrem (nach Recherche, dem Text, mit dem sie 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis bei den 39. „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt am Wörthersee gewonnen hatte) ersten Prosawerk mit dem Tod ihrer Mutter, der promovierten Germanistin Nortrud Gomringer (1941-2020), der sie in eine Jahre währende Schreibkrise stürzte und verstummen ließ, auseinander. Sie versucht, sich dadurch wieder des Schreibens zu bemächtigen und das Unfassbare durch das zu umreißen, was ihr als Begabung wie auch als Handwerk gegeben ist: durch das Fassen in Sprache. So entsteht nicht nur im Rückblick auf ein außergewöhnliches Leben eine Annäherung an ihre geliebte Mutter, sondern auch an sich selbst: „Ich schreibe ihr hinterher als vermissende Tochter, als wütende Frau, als verstummte Dichterin. […] Ich schreibe über meine mannigfaltige Mutter, ihre Weisheit und Komik, ihren Mann, die Sache mit den Meerschweinchen und mich.“ Im Erscheinungsjahr des Buchs verstarb - hundertjährig - Nora Gomringers Vater Eugen; der bolivianisch-schweizerische Schriftsteller gilt als Begründer der Konkreten Poesie und gehörte zu den bedeutendsten zeitgenössischen Lyrikern.
Seit 2010 ist Nora Gomringer Direktorin der Villa Concordia in Bamberg, des Internationalen Künstlerhauses des Freistaats Bayern, in dem jährlich von einem Kuratorium ausgewählte Stipendiatinnen und Stipendiaten aus den Bereichen Literatur, Musik und Bildender Kunst mehrmonatige Arbeitsaufenthalte verbringen können.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahmevoraussetzung.
Weitere Termine: 20.4./18.5./15.6./13.7.2026
Anmeldung erbeten unter: www.roncalli-forum.de.
Gebühr: für den gesamten Kurs 28,- €;
Einzeltermin 7,- €. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Abschluss des Kurses.
Text: Nora Gomringer, Am Meerschwein übt das Kind den Tod, Berlin und Dresden 2025 (Verlag Voland & Quist GmbH), 208 Seiten, 22,- €, ISBN 978-3-86391-461-5
Mit der Lektüre von Nora Gomringers Am Meerschwein übt das Kind den Tod wird der Roncalli-Literaturkreis unter der Leitung der Karlsruher Kulturschaffenden Monika Rihm fortgesetzt, der unter dem Titel „Vom Erzählen“ nun schon zum siebten Mal zu Gesprächen über ausgewählte Werke der zeitgenössischen Literatur einlädt. Die Erfahrungswelten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren persönlichen Lektüreerlebnisse stehen dabei im Zentrum. Literaturwissenschaftliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt; es geht um die Freude am Lesen und am offenen, neugierigen Umgang mit Texten.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahmevoraussetzung.
Die in erster Linie mit ihrer Lyrik, insbesondere frühen Spoken-Word- und Poetry-Slam-Arbeiten, bekannt gewordene, deutsch-schweizerische Autorin Nora Gomringer, Jahrgang 1980, setzt sich in ihrem (nach Recherche, dem Text, mit dem sie 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis bei den 39. „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt am Wörthersee gewonnen hatte) ersten Prosawerk mit dem Tod ihrer Mutter, der promovierten Germanistin Nortrud Gomringer (1941-2020), der sie in eine Jahre währende Schreibkrise stürzte und verstummen ließ, auseinander. Sie versucht, sich dadurch wieder des Schreibens zu bemächtigen und das Unfassbare durch das zu umreißen, was ihr als Begabung wie auch als Handwerk gegeben ist: durch das Fassen in Sprache. So entsteht nicht nur im Rückblick auf ein außergewöhnliches Leben eine Annäherung an ihre geliebte Mutter, sondern auch an sich selbst: „Ich schreibe ihr hinterher als vermissende Tochter, als wütende Frau, als verstummte Dichterin. […] Ich schreibe über meine mannigfaltige Mutter, ihre Weisheit und Komik, ihren Mann, die Sache mit den Meerschweinchen und mich.“ Im Erscheinungsjahr des Buchs verstarb - hundertjährig - Nora Gomringers Vater Eugen; der bolivianisch-schweizerische Schriftsteller gilt als Begründer der Konkreten Poesie und gehörte zu den bedeutendsten zeitgenössischen Lyrikern.
Seit 2010 ist Nora Gomringer Direktorin der Villa Concordia in Bamberg, des Internationalen Künstlerhauses des Freistaats Bayern, in dem jährlich von einem Kuratorium ausgewählte Stipendiatinnen und Stipendiaten aus den Bereichen Literatur, Musik und Bildender Kunst mehrmonatige Arbeitsaufenthalte verbringen können.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahmevoraussetzung.
Weitere Termine: 20.4./18.5./15.6./13.7.2026
Anmeldung erbeten unter: www.roncalli-forum.de.
Gebühr: für den gesamten Kurs 28,- €;
Einzeltermin 7,- €. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Abschluss des Kurses.
Text: Nora Gomringer, Am Meerschwein übt das Kind den Tod, Berlin und Dresden 2025 (Verlag Voland & Quist GmbH), 208 Seiten, 22,- €, ISBN 978-3-86391-461-5
Referent(in)
Monika Rihm (geboren 1960 in Karlsruhe, Studium der Germanistik und Geschichte in Freiburg i. Breisgau. Nach Tätigkeiten in der freien Wirtschaft von 2000 bis 2020 Mitarbeiterin der Literarischen Gesellschaft/Museum für Literatur am Oberrhein im „Literaturhaus im PrinzMaxPalais“ Karlsruhe. Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich langjährige Tätigkeiten für kulturelle Institutionen wie das Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung Karlsruhe-Durlach und gemeinnützige Kulturvereine wie die „Freunde der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe e. V.“ und den „Freundeskreis der Hochschule für Musik Karlsruhe e. V.“. Politisches Engagement u. a. als Vorsitzende des „Kulturpolitischen Ausschusses des CDU-Kreisverbands Karlsruhe-Stadt“.)
Kurs-Nr.
2326-04-20 LitK2_5
Veranstaltungsort
Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe, Ignatius-Saal
Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe, Ignatius-Saal
Kriegsstraße 37
76133 Karlsruhe
Veranstalter
Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe
