Hans-Ulrich Treichel "Das Karussell"
Roncalli-Literaturkreis: Vom Erzählen. Gespräche über Leseerfahrungen VIII
Termin
Mo. 09.11.2026, 18:30 - 20:00
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Hinweis: Infos zu Anmeldung und Kosten entnehmen Sie ggf. dem Text unten.
Beschreibung
Was heißt „erzählen“? Welche Erwartungshaltung wird mit der Ankündigung, eine Geschichte erzählen zu wollen, beim Gegenüber ausgelöst? Und umgekehrt gefragt: Was löst das Bedürfnis aus, anderen etwas erzählen zu wollen, ja vielleicht sogar: erzählen zu müssen? Wie wird erzählt? Welche Stilmittel kommen zum Einsatz?
Mit der Lektüre von Hans-Ulrich Treichels Das Karussell wird der Roncalli-Literaturkreis unter der Leitung der Karlsruher Kulturschaffenden Monika Rihm fortgesetzt, der unter dem Titel „Vom Erzählen“ nun schon zum achten Mal zu Gesprächen über ausgewählte Werke der zeitge-nössischen Literatur einlädt. Die Erfahrungswelten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren persönlichen Lektüreerlebnissen stehen dabei im Zentrum. Literaturwissenschaftliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt; es geht um die Freude am Lesen und am offenen, neugierigen Umgang mit Texten.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahme-voraussetzung.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahmevoraussetzung.
Anmeldung erbeten unter: www.roncalli-forum.de.
Gebühr: für den gesamten Kurs 35,- €;
Einzeltermin 7,- €. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Abschluss des Kurses.
Text: Hans-Ulrich Treichel, Das Karussell. Roman, Berlin 2026 (Suhrkamp Verlag GmbH Berlin), 203 Seiten, 25,- €, ISBN 978-3-518-43271-6.
In seinem neuen Roman lässt Hans-Ulrich Treichel seinen Protagonisten, den fast siebzig-jährigen Bernhard, nicht nur eine Reise ins italienische Salerno, sondern auch in seine Vergangenheit unternehmen. Mit der Rückkehr an den Ort seiner ersten beruflichen Schritte als Lektor für deutsche Sprache in der italienischen Provinz, zugleich an den Ort der Begegnung mit der verheirateten Arianna, die ihn zutiefst beein-druckt hatte und bis jetzt in seiner Erinnerung geblieben ist, schließt sich für Bernhard ein (Lebens-)kreis, für den das Karussell am Strand symbolhaft stehen mag. Ist es noch – in seine Einzelteile zerlegt – eingelagert in einem Geräte-schuppen oder konnte es mit seinen historischen Figuren zu neuem Leben erweckt werden?
Lakonisch und mit feinem Humor fasst Treichel die melancholische Geschichte vermeintlich verpasster Gelegenheiten in eine Sprache, die den handelnden Personen liebe- und verständnis-voll begegnet, ihnen lebendige Konturen verleiht, jedoch ohne sie bloßzustellen.
Gustav Seibt befand in der Süddeutschen Zeitung, der Autor habe in seinem Roman „ein raffiniertes kleines Lebenszeitmodell gezimmert“.
Hans-Ulrich Treichel, Jahrgang 1952 wurde nach seinem Studium der Germanistik, Philosophie und Politik-wissenschaft 1984 mit einer Arbeit über Wolfgang Koeppen promoviert und habilitierte sich 1993. Auch Treichel war, wie sein Protagonist Bernhard, zu Beginn seiner wissen-schaftlichen Laufbahn Lektor für deutsche Sprache an der Universität Salerno. Von 1995 bis März 2018 lehrte er Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Neben zahlreichen Prosa-werken veröffentlichte er Lyrik, aber auch literatur-wissenschaftliche Arbeiten und Essays sowie Libretti. Einem größeren Publikum wurde er durch seine 1998 erschienene autobiografisch motivierte Erzählung Der Verlorene bekannt, die 2015 unter dem Titel Der verlorene Bruder unter der Regie von Matti Geschonneck erfolgreich verfilmt wurde: die aus der Perspektive eines Kindes erzählte Geschichte vom älteren Bruder, der in den Wirren des Kriegsendes 1945 auf einem Flüchtlingstreck aus dem Osten verloren gegangen ist - und eine traumatisierte Familie hinterließ.
Treichels Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. erhielt er 2005 den Haupt-preis der „Stiftung Hermann Hesse Literaturpreis Karlsruhe“ für seinen Roman Menschenflug.
Mit der Lektüre von Hans-Ulrich Treichels Das Karussell wird der Roncalli-Literaturkreis unter der Leitung der Karlsruher Kulturschaffenden Monika Rihm fortgesetzt, der unter dem Titel „Vom Erzählen“ nun schon zum achten Mal zu Gesprächen über ausgewählte Werke der zeitge-nössischen Literatur einlädt. Die Erfahrungswelten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren persönlichen Lektüreerlebnissen stehen dabei im Zentrum. Literaturwissenschaftliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt; es geht um die Freude am Lesen und am offenen, neugierigen Umgang mit Texten.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahme-voraussetzung.
Die Teilnahme ist sowohl an dem Kurs als Ganzem als auch an einzelnen Terminen möglich und sinnvoll. Das Buch zuvor gelesen zu haben ist wünschenswert, aber keineswegs Teilnahmevoraussetzung.
Anmeldung erbeten unter: www.roncalli-forum.de.
Gebühr: für den gesamten Kurs 35,- €;
Einzeltermin 7,- €. Die Rechnungsstellung erfolgt nach Abschluss des Kurses.
Text: Hans-Ulrich Treichel, Das Karussell. Roman, Berlin 2026 (Suhrkamp Verlag GmbH Berlin), 203 Seiten, 25,- €, ISBN 978-3-518-43271-6.
In seinem neuen Roman lässt Hans-Ulrich Treichel seinen Protagonisten, den fast siebzig-jährigen Bernhard, nicht nur eine Reise ins italienische Salerno, sondern auch in seine Vergangenheit unternehmen. Mit der Rückkehr an den Ort seiner ersten beruflichen Schritte als Lektor für deutsche Sprache in der italienischen Provinz, zugleich an den Ort der Begegnung mit der verheirateten Arianna, die ihn zutiefst beein-druckt hatte und bis jetzt in seiner Erinnerung geblieben ist, schließt sich für Bernhard ein (Lebens-)kreis, für den das Karussell am Strand symbolhaft stehen mag. Ist es noch – in seine Einzelteile zerlegt – eingelagert in einem Geräte-schuppen oder konnte es mit seinen historischen Figuren zu neuem Leben erweckt werden?
Lakonisch und mit feinem Humor fasst Treichel die melancholische Geschichte vermeintlich verpasster Gelegenheiten in eine Sprache, die den handelnden Personen liebe- und verständnis-voll begegnet, ihnen lebendige Konturen verleiht, jedoch ohne sie bloßzustellen.
Gustav Seibt befand in der Süddeutschen Zeitung, der Autor habe in seinem Roman „ein raffiniertes kleines Lebenszeitmodell gezimmert“.
Hans-Ulrich Treichel, Jahrgang 1952 wurde nach seinem Studium der Germanistik, Philosophie und Politik-wissenschaft 1984 mit einer Arbeit über Wolfgang Koeppen promoviert und habilitierte sich 1993. Auch Treichel war, wie sein Protagonist Bernhard, zu Beginn seiner wissen-schaftlichen Laufbahn Lektor für deutsche Sprache an der Universität Salerno. Von 1995 bis März 2018 lehrte er Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Neben zahlreichen Prosa-werken veröffentlichte er Lyrik, aber auch literatur-wissenschaftliche Arbeiten und Essays sowie Libretti. Einem größeren Publikum wurde er durch seine 1998 erschienene autobiografisch motivierte Erzählung Der Verlorene bekannt, die 2015 unter dem Titel Der verlorene Bruder unter der Regie von Matti Geschonneck erfolgreich verfilmt wurde: die aus der Perspektive eines Kindes erzählte Geschichte vom älteren Bruder, der in den Wirren des Kriegsendes 1945 auf einem Flüchtlingstreck aus dem Osten verloren gegangen ist - und eine traumatisierte Familie hinterließ.
Treichels Schaffen wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. erhielt er 2005 den Haupt-preis der „Stiftung Hermann Hesse Literaturpreis Karlsruhe“ für seinen Roman Menschenflug.
Referent(in)
Monika Rihm (geboren 1960 in Karlsruhe, Studium der Germanistik und Geschichte in Freiburg i. Breisgau. Nach Tätigkeiten in der freien Wirtschaft von 2000 bis 2020 Mitarbeiterin der Literarischen Gesellschaft/Museum für Literatur am Oberrhein im „Literaturhaus im PrinzMaxPalais“ Karlsruhe. Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich langjährige Tätigkeiten für kulturelle Institutionen wie das Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung Karlsruhe-Durlach und gemeinnützige Kulturvereine wie die „Freunde der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe e. V.“ und den „Freundeskreis der Hochschule für Musik Karlsruhe e. V.“. Politisches Engagement u. a. als Vorsitzende des „Kulturpolitischen Ausschusses des CDU-Kreisverbands Karlsruhe-Stadt“.)
Kurs-Nr.
2326-11-09 LitK3_6
Veranstaltungsort
Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe, Ignatius-Saal
Kriegsstraße 37
76133 Karlsruhe
Veranstalter
Bildungszentrum Roncalli-Forum Karlsruhe
